Tipps & Tricks

Seitenaufbau Kleine Farbkunde
Worauf Sie bei Ihrer Farbauswahl achten sollten
VOC
Lösungsmittelfreie Lacke
Schimmelsanierung

Wir möchten Ihnen nachstehend die Bedeutung und Wirkung der Farben erläutern. Treffen Sie Ihre persönliche "Farb-Vorentscheidung" - wir beraten Sie gerne ausführlich.

Kleine Farbkunde

Farbe Beschreibung
Dunkelblau (Indigo):
Der dunkle Blauton steht für Kontrolle, Unerschütterlichkeit, Geborgenheit und Weisheit. Eine gute Farbe für Bodenflächen, da sie den Raum hebt und helle Räume breiter wirken lässt.
Blau (Hellblau):
Das Wasser und der Himmel sind blau. Alles Tiefe und Weite wird mit blau assoziiert. Blau steht für Wahrheit, Beständigkeit und Seriosität. Blau ist bei Männern und Frauen die beliebteste Farbe. Blau beruhigt, "kühlt", unterstützt die innere Sammlung und eignet sich bei Nervosität und Schlafstörungen. Eine klassische Schlafzimmerfarbe, da sie entspannt und beruhigt. Helles Blau im Raum schafft den Eindruck von Luft und Weite.
Violett:
Traditionell die Farbe der höheren Mächte, der Liturgie, der Magie, Souveränität und der Anspruch anders als andere zu sein, liegen in der Farbe. Sie wirkt konzentrationsfördernd, manchmal aber auch beruhigend. Als zartes "Lila" oder "Flieder" macht die Farbe Räume freundlicher. Geeignet für Eingangsbereiche.
Grün:
Die Farbe der Natur, Harmonie und Natürlichkeit. Symbol für Neuanfang, Hoffnung und Leben. Sie vereinigt die Freude des Gelb mit der Ruhe des Blau. Blau wirkt fern, Rot wirkt nah und Grün liegt in der Mitte. Grün "entstresst", beruhigt und entspannt. Bei hoher Farbsättigung wirkt Grün jedoch unruhig. Eine gute Farbe für Arbeitsplätze mit hohem Lärmpegel und für alle Ruhe- und Entspannungszonen.
Gelb:
Die Farbe der Sonne. Sie ist die leuchtendste Farbe im Farbspektum. Sie steht für Wärme, Aktivität und Kreativität. Gelb macht alles freundlicher und stimmt heiter. Gelb ist sanft reizend und regt die Kommunikationsfreudigkeit an. Gelb ist daher die ideale Farbe depressive Verstimmungen. Sie erhöht die Konzentrationsfähigkeit. Gelb "vergrößert" kleine Räume und hellt dunkle Räume auf.
Orange:
Steht für Lebensfreude, Geselligkeit und Neugierde. Orange verleiht Selbstvertrauen und gilt als die Farbe für Extrovertierte. Orange inspiriert, induziert Wärme, regt an, hilft gegen Depressionen, Desinteresse und Appetitlosigkeit. Orange eignet sich hervorragend für "aktive" Räume, in denen gearbeitet wird, aber auch für Esszimmer. Orange schafft als Kombination aus Licht und Wärme ein angenehmes Raumklima.
Rot:
Die Farbe strahlt Leben, Kraft, Aktivität, Freude, Dynamik und Stärke aus. Es ist die Farbe des Herzens, der Liebe und Leidenschaft. Rot wirkt wärmend und anregend, erhöht den Adrenalinspiegel, regt den Stoffwechsel und die Verdauung an. In Wohnungen braucht Rot Platz, um zu wirken. Rot ist für Plätze, an denen viel kommuniziert wird (z.B. Besprechungszimmer) ungeeignet, da es auch Aggressionen fördert. Ein abgeschwächtes Rot kann am Arbeitsplatz positive Konflikte unterstützen und damit dem schöpferischen Arbeiten dienen.
Weiss:
Rein, unberührt, unschuldig - das symbolisiert Weiß. Die Farbe steht für Licht, Vollkommenheit, Wahrheit, Klarheit, Sauberkeit und Weite. Weiß wird heute überwiegend als Wand- und Deckenfarbe eingesetzt. Durchbrochen von Accessoires wie Bildern gibt die Farbe Leichtigkeit und Beschwingtheit. Große weiße Flächen wirken hart und machen müde. Deshalb sollte man Weiß mit anderen Farbtönen mischen und kombinieren.
Schwarz:
Symbol für Trauer, Nacht, Tod. Mit ihr wird Unheimliches, Bedrohliches, auch Geheimnisvolles verbunden. Wer alles "schwarz" sieht, ist ein Pessimist. Schwarz gilt auch als "cool", weil es interessanter macht. Schwarz ist elegant, ernst und feierlich, und auch die Farbe der Geistlichkeit, da sie Würde und Unnahbarkeit verleiht. Schwarz ist keine Farbe für große Flächen in Räumen, aber sie eignet sich hervorragend als Abgrenzungsfarbe, um Akzente im zu Raum zu setzen.
Braun:
Die Farbe der Erde. Sie steht für Zurückhaltung, Sicherheit, aber auch Gleichgültigkeit. Es ist die Farbe der Askese und Unterordnung, eine verhaltene, gedämpfte Farbe des Altmodischen und gleichzeitig Modefarbe der Freizeitgesellschaft (Braun als Urlaubssymbol). Holztöne sind gemütlich und wirken beruhigend. Holzverkleidungen an Decken und Wänden, kombiniert mit einem braunen Teppichboden, verkleinern zwar optisch den Raum, erscheinen jedoch vielen als der Inbegriff des schönen, gemütlichen Wohnens.
Rosa:
Die klassische "Babyfarbe". Sie vereinigt die Liebe von Rot mit der "Unschuld" von Weiß. Rosa steht für Zuneigung und Zartheit, ist luftig, leicht, berauschend. Die Farbe steht für Frische, Gesundheit und Tugend des Kompromisses. Rosa besänftigt, sensibilisiert und baut Aggressionen ab. Rosa ist in seiner Wirkung stark von den umgebenden Farben abhängig; neben Rot wirkt es rötlicher, neben Gelb warm, neben Blau kühl, neben Weiß wirkt Rosa blasser, neben Schwarz kräftiger. Rosa Flächen und Gebrauchsgegenstände in Innenräumen erzeugen oft überraschend modische Effekte.

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Worauf Sie bei Ihrer Farbauswahl achten sollten

  • Horizontale Elemente (z.B. Bodenbeläge) prägen die Atmosphäre eines Raumes oft stärker als vertikale Elemente (z.B. Wände mit Tapeten und Farben).
  • Räume erscheinen durch helle Farben größer. Ein hellblauer Raum wirkt geräumiger, während ein Raum in ogangerot enger wirkt.
  • Dunkelblaue, rote und braune Decken verringern die Höhe eines Raumes, während hellblaue, weiße und hellgelbe Decken den Raum nach oben erweitern. Generell gilt, dass intensive Farben (z.B. rot) näher wirken als blasse Farben.
  • Räume mit "warmen" Farben wirken tatsächlich wärmer. Von zwei gleichtemperierten Räumen wird ein in Blautönen gehaltener Raum tatsächlich um 1-2 Grad kühler empfunden.
  • Dunkle Bodenfarben kombiniert mit hellen Wandfarben heben den Raum und lassen ihn breiter wirken.
  • Ein blaues Schlafzimmer wirkt Schlafstörungen entgegen.
  • Ein Arbeitszimmer mit gelben Farbtönen regt an und fördert die Konzentration.
  • Kinder fühlen sich in hellen Farben wohler.
  • Ein Esszimmer in Orange wirkt warm und appetitanregend.

(basierend auf der Schrift des ETG "Wohlfühlfaktor Farbe - mit Farben das Leben verschönern", in Zusammenarbeit mit dem Ausschuss für Wohnmedizin und Bauhygiene der GHU)

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VOC

Wir verabschieden uns weitestgehend von lösemittelhaltigen Lacken im Innenbereich.

"Die sogenannten VOC (Volatile OrganicCompounds), zu Deutsch flüchtige organische Lösemittel, gelten neben dem Straßenverkehr auch als Ursache für bodennahes Ozon. Mit der „Decopaint-Richtlinie“ setzte die Europäische Gemeinschaft (EU) auf produktbezogene Regelungen, um die Emission bei der handwerklichen Verarbeitung zu reduzieren. Die wichtigsten Bautenanstrichstoffe werden in 12 Gruppen unterteilt, die festgelegte VOC-Grenzwerte nicht überschreiten dürfen.

Der VOC-Gehalt wird ausgedrückt in Gramm Lösemittel je Liter (g/l) eines Bautenanstrichstoffs. Bereits seit dem 01.01.2007 muss dieser Wert auf jedem Bautenanstrichmittel angegeben werden – so auch auf allen Herbol-Gebinden. Die zweite Stufe der Decopaint-Richtlinie trat am 01.01.2010 in Kraft. Darin wurden die VOC-Grenzwerte drastisch verschärft."

(Quelle: Herbol)

Die neuen lösemittelbasierten VOC 2010 Lacke riechen jedoch intensiver, trocknen langsamer und neigen wieder zu einem leichtem Vergilben.

Bereits heute ist im Gespräch, dass zukünftig nicht nur weiterhin die Lösemittel reduziert werden, sondern auch die Trockenstoffe der Lacke, die Sikkative, reduziert werden sollen. Dies wird zwangsläufig dazu führen, dass lackierte Flächen eine sehr lange Durchtrocknungszeit benötigen werden, bis sie genutzt werden können.

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Lösemittelfreie Lacke

Die sogenannten "Acryllacke" der neuesten Generation sind in keinerlei Hinsicht mit den Acryllacken von vor noch 2 Jahren zu vergleichen. Die "drohende" gesetzliche Reduzierung der Lösemittel hat bei den marktführenden Lackherstellern einen regelrechten Forschungsboom ausgelöst. Dies ist zweifelsfrei den lösemittelfreien Lacksystemen zu Gute gekommen.

Die neue Generation von Acryllacken besteht weitestgehend aus sogenannten Hybriden, also Verbindungen von Acryl und Polyurethanen. Dies begünstigt einen guten Verlauf der Lacke, schafft eine harte, kratzfeste Oberfläche und macht die Lacke sehr weißstabil, so dass eine Vergilbung so gut wie gar nicht stattfindet. Ein weiterer Vorteil ist die schnelle Trocknung und die Geruchsfreiheit.

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Schimmelsanierung

Schimmel - Gefahr für die Gesundheit
Schimmelpilze in Wohnräumen sind eine ernst zu nehmende Gesundheitsgefährdung. Vor der eigendlichen Ursachenklärung der Schimmelpilzbildung ist erst einmal sofort richtiges Handeln notwendig: der Schimmel muss umgehend fachlich richtig entfernt werden, um eine weitere Gesundheitsbelastung durch giftige Stoffwechselprodukte aus den Pilzen (Mykotoxine) zu vermeiden.

Welche Gefahr geht von Schimmelpilzen aus?
Durch Schimmelpilze können Symtome wie Asthma, Augenbrennen, Muskelschmerzen, Erschöpfungszustände, bis hin zu Störungen des zentralen Nervensystems hervorgerufen werden.

Warum ist Schimmel ein Problem "unserer Zeit"?
Der Mensch gibt alleine in den Nachtstunden ca. 1 Liter Wasser ab. bei 20°C Lufttemperatur wird ein Teil davon in der Luft gespeichert, der andere Teil schlägt sich auf Oberflächen der Wände, Fenster, Fußböden und Möbeln nieder.

Früher hatten unsere Wohnungen einfache Holzfenster ohne Isoliergerglasung, die auf Grund ihrer gegeben Undichtigkeiten für eine "Zwangsbelüftung" der Räume sorgten. Die Möbel bestanden hauptsachlich aus Holz, die Fußböden bestanden aus unversiegeltem Holz- oder Naturfaser-Belägen, die Tapeten bestanden aus Papier, die Stoffe von Möbeln, Bettzeug und Gardinen bestanden aus Naturfasern. Alle diese Materialien konnten Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben.

Heute haben wir Isolierfenster, die absolut luftdicht sind. Die heutigen Möbel bestehen größtenteils aus Kunststoffoberflächen (Furniere), die Fußböden bestehen größtenteils aus Kunststoff- oder Kunstfaser-Belägen, die heutzutage verwendeten Tapeten bestehen zum großen Teil aus Kunststoff (Vinyltapeten) oder sind mit Kunststofffarben gestrichen, die Stoffe von Möbeln, Bettzeug und Gardinen bestehen ebenfalls aus Kunstfasern. Alle diese Materialien können keine oder nur sehr gering Feuchtigkeit aufnehmen.

Und wie kommt es nun zur Schimmelbildung?
Die Luft in Innenräumen ist meist wärmer als die vergleichsweise kältere Außenluft. Wird diese feuchte Luft nicht ausreichend und in geeigneter Weise abgeführt (z.B. durch stofweise Lüftung), kann sie an verschiedenen kalten Stellen im Haus kondensieren, das heißt, die Luftfeuchtigkeit schlägt sich als Tauwasser auf der Oberfläche nieder. Hiervon sind vor allem Fensterstürze, Raumecken, Schlafzimmerwände und Schrankrückseiten betroffen, Diese feuchten Stellen sind ideale Nährböden für Schimmelpilze und Bakterien.

Bei der Beseitigung von Schimmel...
greifen viele Menschen aus Unkenntnis zu einem sogenannten handelsüblichen "Schimmelspray" oder "Schimmelentferner". Diese Mittel sind meist chlorhaltig und reagieren mit dem Sauerstoff der Luft. Der Schimmelpilz wird zwar oberflächlich weiß gebleicht, so dass der Eindruck entsteht, dass der Schimmelpilz beseitigt ist, doch die Pilzwurzel (Myzel) ist im Untergrund noch vorhanden und wächst nach kurzer Zeit sichtbar wieder nach. Auch ist die Anwendung von chlorhaltigen Produkten in Innenräumen auf Grund ihrer Giftigkeit sehr bedenklich!

Vorsicht! Unfachmännisches Arbeiten verteilt die giftigen Schimmelpilzmykotoxine in weitem Umfeld in der gesamten Wohnung!

Aus diesem Grund arbeiten wir in der Schimmelsanierung grundsätzlich:

  • Staubentwicklung vermeiden! Entfernen der schimmelbefallen Oberflächen feucht, Reinigen der befallenen Oberflächen mit keimfreien Reinigern oder Alkohol > 80%.
  • Tiefensanierung der betroffenen Bereiche, um die Wurzeln des Schimmelpilzes sowie tief sitzende Bakterien, Keime, Sporen, Hefen, usw.
  • Spachtel- und Putzarbeiten mit gipsfreien Materialien.
  • Schimmelschutzanstriche: Wunschweise auf rein mineralischer Basis mit Kalk- und Silikatfarben, die eine natürlich desinfizierende Wirkung haben und die Oberflächen nachhaltig austrocknen lassen oder mit speziellen Schimmelschutzfarben, die die strengen Auflagen der Lebensmittelindustrie erfüllen!
  • Gegebenfalls Montage von rein mineralischen Klimaplatten auf Calciumsilicatbasis zur Verbesserung der Innenwand-Oberflächentemperatur.

Haben Sie ein Schimmelproblem??? Wir beraten Sie gerne und finden die Ursache. Gegebenfalls ziehen wir in Abstimmung mit Ihnen "Schimmelexperten" und Sachverständige zu Rate.

FAKOLITH - Ratgeber Richtig Heizen, richtig Lüften (PDF-Datei)

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Die Brillux Website hält jede Menge Informationen für Sie bereit: Technische Hinweise, Datenblätter, den kompletten Produktkatalog, aber auch besondere Features wie das Fachbegriffelexikon oder die Möglichkeit, jeden einzelnen Scala Farbton als Muster anzufordern.

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Fakolith Ratgeber: Richtig Heizen, richtig Lüften

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